Finkwarder votillt

Lütte Geschichten un Döntjes vun de Ilvinsel

Geschichten und Erzählungen von der Elbinsel, die sich bis heute ihren unverwechselbaren Charakter bewahrt haben, erzählt dieser reich illustrierte Band. Kurt Wagner, der bekannte Finkenwerder Heimat­historiker, und Helmut Vick, bekannt durch niederdeutsche Bücher, Liedsammlungen und Folkloremusikals, haben gemeinsam die amüsantesten und interessantesten Anekdoten ausgewählt und in Finkwarder Platt wiedergegeben.
Illustriert mit über 60 zumeist historischen Fotos erzählen witzige, aber auch traurige Döntjes vom Alltag der Fischerslüd, der Kinner inne School, von Streichen mit dem Polizei Offizianten Vogt, aber auch von großen Ereignissen wie der grooten Sturmfloot 1962 und traditionellem Essen und Feiern. Mit diesen Texten wirbt der bekannte Sutton Verlag für das neueste vom Kulturkreis Finkenwerder herausgegebene Buch. Tatsächlich steckt hinter dieser Sammlung von Geschichten Finkenwerder Autorinnen und Autoren wohl sogar eine kleine Einmaligkeit: Es dürfte in Norddeutschland wohl kaum einen Ort geben in dem sich unter ungefähr 11500 Einwohnern noch so viele Persönlichkeiten finden, die das Plattdeutsch nicht nur sprechen, sondern die in dieser Sprache auch noch etwas »zu Papier« bringen. Der Kössenbitter, die Zeitschrift des Kulturkreises, bietet ihnen immer wieder Gelegenheit diese Geschichten auch zu veröffentlichen.Daher lag es nahe, im Jubiläumsjahr dieses Buch in der Reihe Heimat ARCHIV des Sutton Verlags herauszubringen. Uwe Hansen

Tohopstellt vun Kurt Wagner un Helmut Vick
FINKWARDER VOTILLT Lütte Geschichten un Döntjes vun de Ilvinsel
Sutton Verlag, ISBN 978-3-86680-765-5,
128 Seiten, 60 Abbildungen, 17,90 €


Inselleben

Finkenwerder im Wechsel der Gezeiten
Das neueste Buch von Kurt Wagner, herrausgegeben vom Kulturkreis Finkenwerder.

Nach dem großen Erfolg seiner Bildbände »Hamburg-Finkenwerder« und »Vom Fink zum Airbus« legt der bekannte Finkenwerder Autor Kurt Wagner nun den langersehnten dritten Band zur Geschichte seiner Heimat vor. 249 weitgehend unveröffentlichte Fotografien aus der Zeit von 1900 bis 2009 dokumentieren die Entwicklung Finkenwerders von der sturmumtosten Elbinsel zum traditionsbewussten und gleichzeitig zukunftsorientierten Hamburger Stadtteil. Die faszinierenden Aufnahmen stammen aus dem Archiv des Kulturkreises und fügen sich mit den unterhaltsamen und informativen Texten zu einem lebendigen Bild der Geschichte der Elbinsel zusammen. In diesem liebevoll zusammengestellten Buch werden Alteingesessene fast vergessen geglaubtes wiederfinden und Zugezogene viel Wissenswertes über ihren Stadtteil erfahren.
Der Leser taucht gleich zu Beginn in die bewegte Historie der einst politisch geteilten Insel ein. Er erfährt von den Zuwanderungen von Fischern und Handwerkern im 18. Jahrhundert oder der erstmaligen Einrichtung einer Fährverbindung nach Hamburg im Jahr 1860 durch Jacob Holst. Hautnah erlebt er die Aufschüttung der Watt- und Schlickflächen vor dem Steendiek und dem Norderdeich sowie den damit einsetzenden Bauboom mit, der das äußere Erscheinungsbild und das soziale Leben auf der einstigen Fischerinsel drastisch veränderte.
Faszinierende Fotografien dokumentieren das historische Gesicht Finkenwerders. Der Leser spaziert entlang des Landscheidegrabens, der die Insel bis 1937 in zwei Teile trennte, besucht das Geburtshaus Gorch Focks oder schaut in Otto Krögers Zigarrenladen am Steendiek vorbei. Kurzweilig und amüsant berichtet der Autor vom gesellschaftlichen Leben in Finkenwerder. Der festliche Höhepunkt des Insellebens war die Karkmess, der seit 1860 jährlich stattfindende Jahrmarkt. Großer Beliebtheit bei den Finkenwerdern erfreuten sich Vereine wie die Liedertafel »Harmonie«, die Freiwillige Feuerwehr oder der Finkenwärder Männer-Turnverein.
Spannende Texte erzählen vom Alltag der Insulaner mit Elbe und Nordsee. Der Leser erfährt von der letzten großen Sturmflut am 17. Februar 1962, die zwei Menschenleben forderte, begibt sich an Deck des Finkenwerder Dampfers »Senator Petersen« oder ist Zeuge des Stapellaufs der MS Hamburg im Jahr 1968. Zuletzt setzt Wagner der plattdeutschen Sprache ein Denkmal. Kurzweilig berichtet er von den auf der Insel geborenen plattdeutschen Schriftstellern Jakob, Rudolf und Johann Kinau. Letzterer erlangte unter dem Namen Gorch Fock Berühmtheit.

Inselleben, Verlag: Sutton Verlag;
ISBN-10: 3866805438, ISBN-13: 978-3866805439



50 Jahre Deutsche Werft auf Finkenwerder

Ein neues Buch von Kurt Wagner, herausgegeben vom Kulturkreis Finkenwerder

Präzise 90 Jahre nach dem Gründungstag der Deutschen Werft am 06. Juni 1918 fand im Festzeit auf der Finkwarder Karkmess ein denkwürdiges Treffen ehemaliger Mitarbeiter der Deutschen Werft statt. Anlass auch für dieses Treffen war das neueste vom Kulturkreis Finkenwerder herausgegebene und von Kurt Wagner verfasste Buch über die Geschichte dieser einstigen Finkenwerder Institution, die das Leben so vieler Menschen auf unserer Insel geprägt hat. Vorgestellt wurde das Werk schon am 15. Mai mit einer Veranstaltung im Hotel Golden Tulip, zu der über 300 geladene Gäste gekommen waren. Eine ungewöhnlich hohe Zahl, wie der Verleger des Buches als Kenner der Materie feststellte. Das hohe Interesse weist aber auch darauf hin, wie sehr sich viele Finkenwerder immer noch mit dieser Werft und ihrer Arbeitswelt identifizieren.

Sicher verklärt der Rückblick auch so manches Negative; doch wer das Buch liest, stellt auch als Außenstehender fest, wie interessant diese Welt war und zu welchen Leistungen die deutsche Industrie und ihre Mitarbeiter in der Lage waren und sind. Kurt Wagner beschreibt in dem reich bebilderten Band die 50 Jahre des Handelsschiffsbaus am Standort Finkenwerder in so eindrucksvoller Weise, dass sich mittlerweile schon die schreibende Presse, der Rundfunk und das Fernsehen mit dem Thema befassten - es, durch dieses Buch aufmerksam geworden, gewissermaßen als Thema entdecken.

Das große Verdienst Kurt Wagners an der Entstehung dieses Buchs hob während der Buchvorstellung auch Frank Horch, der gerade neu gewählte Präses der Hamburger Handelskammer hervor. Er konnte in seiner Rede darauf verweisen, dass auch er seine berufliche Karriere einmal als Schiffbauer auf einer Werft begann. Später arbeitete er erfolgreich in der Harburger Maschinenbaufmna Freudenberger - ehemals Krupp und ist heute als Vorstandsmitglied bei Blohm und Voss für die internationale Geschäftsbeziehungen verantwortlich.

Kurt Wagner selbst betont in der ihm eigenen Bescheidenheit immer wieder, dass selbst ihm die Sammlung des umfangreichen historisch wertvollen Materials ohne das große Ansehen des Kulturkreises nicht möglich gewesen wäre. Hinzu kommt, dass es uns möglich war, die technische Ausstattung zu erwerben, ohne die eine Auswertung und Katalogisierung des Materials nicht möglich gewesen wäre. Das wiederum versetzt uns heute auch in die Lage, in kurzer Zeit zu vielen Themen Finkenwerders, nicht nur zum Thema Werft, Bildmaterial zusammenzustellen. Uwe Hansen

Kurt Wagner DEUTSCHE WERFT
50 JAHRE HANDELSSCHIFFBAUINDER WELTSPITZE
VERLAG H.MHAUSSCHILD GMBH, BREMEN
ISBN 978-3-89757-412-0 | 27,50 €


Vom Fink zum Airbus

Kein Geringerer als Kurt Grobecker, langjähriger NDR Reporter, Moderator des Hafenkonzerts, Hamburg Kenner, und Verfasser zahlloser Bücher über Hamburger Stadtteile und Hamburger Besonderheiten, nannte unseren Kurt Wagner den »Herrn über Finkenwerders Archivschätze«. Und auch wenn der langjährige Vorsitzende des Kulturkreises, so wie wir ihn alle kennen, als Mannschaftsspieler der er immer war, sein Licht gerne unter den Scheffel stellt: Diese Formulierung trifft zu.
Mit nie nachlassender Energie und dem ihm eigenen Fleiß hat Kurt Wagner mehr als 9000 Bilder aus und über Finkenwerder, historische und neuere, gesammelt, als Datei gescannt, und so archiviert, dass der Suchende nahezu zu jedem Finkenwerder Thema auch mit Bildern belegen kann. Doch Kurt Wagner beließ es nicht dabei; sein jüngstes Buch, das im Sutton Verlag erschien und jetzt in den Handel kommt, zeigt viele dieser neuen, vom Kulturkreis gesammelten bei ihm archivierten Bilder. Das Buch ist ein gelungener und wichtiger Beitrag zur Aufzeichnung und Bewahrung der Geschichte Finkenwerders. Einer Geschichte, die in Vergessenheit zu geraten droht zwischen Folklore, Verstädterung und Verdrängung der Tatsache, dass Finkenwerder fast im gesamten letzten Jahrhundert mit der Deutschen Werft auch Standort eines wichtigen deutschen Industriezweiges war und es heute mit dem Airbus Werk wieder ist. »Vom Fink zum Airbus« ist für Finkenwerder das Buch des Jahres! Ein schönes, und sicher immer willkommenes, Geschenk für jeden Finkenwerder und jede Finkenwerderin.